Beantragung einer Einzelfall Hilfe zur Wiedereingliederung, aber wohin eingliedern?

Gestern war ich beim SPD, dem sozialpsychaischen Dienst, um eine Einzelfallhilfe zu beantragen. Das ist eine Hilfe zur Wiedereingliederung, Wiedereingliederung in die Gesellschaft, in meinem Fall in den Status einer Rentnerin.
Ich habe 45 Jahre als freischaffende Künstlerin gearbeitet , die Künstlersozialversicherung gibt es erst seit ? auf jeden Fall war ich 40 und ich bin gleich als es das gab Mitglied geworden. ich war bis vor drei Jahren Mitglied, dann musste ich austreten und abeitslose Designerin werden. Die Gründe sind in dem damaligen allgemeinen Niedergang der wirtschaftliche Situation und die da durch bedingte Verstärkung der "Bipolaren" Krankheit zu suchen.
Aus der Altersversichung bekomme ich ab November 146,00 €, der Rest um auf das Minimum von 340,00 € plus Miete (100€ kommt vom Sozialamt dazu.
Ausserdem fault mir meine Hütte weg, es regnet rein, und von den 340 € kann ich sie nicht reparieren lassen. Mit diesem Minimum kann ich keine Kunst mehr machen, wenn ich keine Kunst mache, kann ich die "BIPOLARITÄT" nicht managen. In den letzten drei Jahren habe ich ein Sponsoring von der Familienstiftung bekommen, zunächst als Kredit, jetzt ist es zwar immer noch ein Kredit , aber mit "lascher" Rückzahlung. Gelegentlich hat meine Freundin mir was "zugesteckt"
weiterlesen unter Zusatzseiten "Bipolar" linke Spalte)

28.6.07 12:27

Fortsetzung von Wiedereingliederung aber wohin?

Die Bipolare Krankheit an der ich seit meiner Kindheit leide habe ich viele Jahrzente unbehandelt bewältigt, dadurch dass ich Kunst gemacht habe. (bekanntermassen ist ja ein grosser Teil der Künstler Bipolar). Die zur Behandlung zur Verfügung stehenden Mittel, Medikamente mit horrenden Nebenwirkungen und Verhaltenstheraphie, die auf eine imaginäre mittlerweile in der Gesellschaft so wie so nicht mehr vorhandenen Mitte ausgelegt sind, erscheinen mir nicht besonders anziehend.

 

Durch den Niedergang meiner finanziellen Situation, des allgemeinen Strukturwandels und des psychosozialen Klimas wird das schwer, ich muss mich auf Möglichkeiten beschränken die in der Herstellung nahe zu nichts kosten. Das ist nicht so ein Problem. Als ausstellungsfläche dient mein Körper und der öffentliche Raum (linkStickfraueinf.) Eher dass meine unmittelbare Umgebung an Kunst nicht interessiert ist. Und da wo Kunstinteresse ist, will man nichts mit von jemand wissen der es "mal geschafft hatte", und freiwillig ausgestiegen ist. Erfahrungsgemäss will man nur mit KünstlerInnen zu tun haben, mit denen man die eigene Person "aufwerten" kann. Ich weiss was der Intressent erwartet.

Ich kann es nicht, was Kleines Nettes zu machen und damit auf einen Flohmarkt gehen, selbst wenn man es verschenken wollte, es will niemand haben.-So sind die Marktgesetze. (Ich habe es ausprobiert, man muss ich "Echt so sein"

Ich brauche um die Krankheit, oder wie es Richtiger wäre den "BIPOLAREN ZUSTAND" zu balancieren ein feeback. In den 80zigern habe 10 Jahre ein erfolgreiches Projekt zusammen mit Heike Mühlhaus gemacht. (Im Sinne von akzeptieren der Marktgesetze) Davon stehen viele meiner Keramikarbeiten in internationalen Museen. (Ich wollte mal probieren ob ich das könnte wenn ich wollte). Das ganze war so zu sagen ein Leistungsbeweis.

Da gab es zwar feedback genug, aber ich hatte die ganze Zeit unerträgliche Rückenschmerzen weil ich um das Ganze aufrecht zu erhalten vieles tun musste was nicht mit meiner Ethik übereinstimmt und sehr viel arbeiten musste. Ich hatte mich dann 1991 (siehe Abschlussarbeit unter Kunst) entschlossen damit auf zu hören, dazu kam, dass durch den Mauerfall die Ateliermiete von 2.500DM auf 20.000 DM stieg.

Eine ganze Zeit nachdem ich schon hier im Wagendorf wohnte habe ich noch Farbkonzepte für Hausfassaden gemacht. Das war dann zu Ende als die Wohnungsbaugesellschaft für die meine Auftraggeber gearbeitet hatten, an einen Haedgefond verkauft wurde. Hierher kam ich ursprünglich weil ich noch ein offenes Ziel im Leben hatte, einen "Garten zu machen" und hier war Raum und ein abgefangenes, verlassenes Gartenprojekt.

Später noch verschiedenes ausprobiert, es aber wegen Schmerzen oder wegen der Veränderungen in den allgemeinen wirtschaftlichen Umständen nicht stabilisieren können.

In den letzten 4 Jahre hatte ich drei schwere depressive Episoden, einmal war ich für drei Wochen in der psychosomatischen Abteilung eines antroposophischen Krankenhauses. das war sehr schön, konnte letztlich aber nicht helfen weil sie auch nur auf eine imaginäre Mitte hin therapieren. Allerdings war ich sehr gut auf ein Medikanet eingestellt, das ich ein 3/4 Jahr genommen hatte. In dieser Zeit hatte ich das Gefühl endlich einmal rücksichtslos (gegen mich und andere) alles machen zu können was ich wollte. Die Folge war eine enorme Zunahme der Rückenschmerzen, bis ich damit aufhören musste.

Bei den beiden anderen malen hab ich gnadenlos Medikamente genommen. Sie haben aber nicht so gut gewirkt, ich war immer müde und wie ein Stück Gemüse. Ich hab jedesmal ca. 5 kg zugenommen, zusammen 15kg was meinem Befinden nicht gut getan hat und meine chancen "irgendwo rein zu kommen" sehr gemindert hat.

Dazu kommt, dass mein unmittelbares soziales Umfeld und mein entfernteres Umfeld sich seit anfang des Jahres noch mal sehr verschlechtert haben. Im unmittelbaren Umfeld sind die Menschen ärmer geworden, kränker, süchtiger anderen Worten meine mangelde Abgrenzungsfähigkeit wird zum Problem ich fühle mich von gierigen Fingern und Hirnen umzingelt. Die weiter entfernten Freunde (räumlich) sind so gestresst dass sie noch nicht mal Zeit haben mein blog zu klicken, was mir unter Umständen helfen würde.

Die letzten Jahre habe ich immer wieder versucht mich irgendwie zu tode zu bringen ohne mich aktiv selbst zu töten, das möchte ich meinem sozialen Umfeld nicht antun.
ich dachte an eine Art "Unfall" wie im Winter hinfallen und erfrieren oder mit dem Fahrad ohne Licht im dunkeln überfahren zu werden, irgendwie klappte das nicht, ich glaub das geht nur wenn man trinkt oder andere Drogen nimmt und dazu habe ich keine Affinität.


Jetzt will ich nochmal einen Versuch machen mit der Einzelfallhilfe das alles zu einem irgenwie möglichen Bild zu ordnen, das für ca. 5 Jahre Stabilität haben könnte. Wenn nichts anderes dabei raus kommt, hat die Einzelfallhilfe wenigstens Arbeit.

Allerdings seit ich beim SPD war, fange ich wieder an, mich als "Kranke" zu definieren. Das ist keine gute Voraussetzung für irgendwas Gutes. frauvonbrevern


Gratis bloggen bei
myblog.de

Startseite
Über...
Gästebuch
Kontakt
Archiv
Abonnieren










Links


besuch mich auch


Die Heldin

Zillie

Audiovisuell

Hekate1001

Gedankenhygiene

Wortman

Blauglut


GO FOR IT!
my shop at dawanda



Mein Buch



No Aid 1981



MUSIC I LIKE!
sound




Pflanzen und Rezepte für essbare Wildpflanzengerichte

Arbeiten auf Teufel komm raus


Zeit34/2007 Neurowissenschaften



Django Kowalskie



GaGaNeWs


geh mal zu...
Zwischennetzzeitung



eine Frau aus Bayern



ein Mädchen in Japan



Zottelliese


viele schöne Bilder

stressfrei, gehobene Unterhaltung

Wetterhexe


Mutters Agenda
Evolutionssforschung


super BP-story

andere BP-story



Spell on you




Design by R. v. Brevern
[A. Blackbird]